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Kann denn Dummheit Sünde sein?

9/11 war ein großer Betrug, die Amerikaner haben das inszeniert, um einen Vorwand zu haben, im Irak einzumarschieren. Der Ebola-Virus wurde im Labor gezüchtet und absichtlich freigesetzt. Der Holocaust ist ein gigantischer Schwindel, es kamen nur ein paar hunderttausend Juden um. Deutschland ist kein souveräner Staat, sondern immer noch besetzt. Und die deutsche Lügenpresse hat sich verschworen, den nationalen Widerstand gegen die Überfremdung des doitschen Volkes zu brechen. Und, ach ja, Lady Di wurde vom britischen Geheimdienst im Auftrag des Königshauses ermordet.

Das ist nur eine kleine Auswahl von Verschwörungstheorien, Gerüchten und absurden Ideen, die von erschreckend vielen Menschen geglaubt werden, in unterschiedlichen Kombinationen, mit unterschiedlichen Folgen für das Handeln. Manche dieser Ideen kreisen um eher belanglose Yellow Press-Themen (Lady Di & Co.), andere verdichten sich zu geschlossenen Wahnsystemen à la Pegida, „Reichsbürger“ und Konsorten.

Eine gängige Theorie über Verschwörungstheorien lautet, dass manche Menschen ihnen deshalb verfielen, weil sie zu wenig richtige oder relevante Informationen hätten. Man müsse sie nur beharrlich aufklären, sachlich mit ihnen argumentieren, ihnen Zugang zu den Quellen des Wissens verschaffen, dann könne man sie auch bekehren. Dieses rationalistische Modell unterstellt: Wer absurden Ideen anhängt, ist gewissermaßen das Opfer eines Mangels (an Informationen) oder einer bestimmten Lebenssituation (die ihn „besorgt“, ängstlich oder wütend macht und ihm deshalb den Blick trübt).

Die situationistische Sozialpsychologie ähnelt dem rationalistischen Standpunkt darin, dass sie den Einzelnen entlastet – er denkt dumme oder absurde Dinge, weil er möglicherweise von Freunden beeinflusst wird, oder weil es ihm gerade nicht gut geht. In vielen Experimenten wird der Einfluss solcher Faktoren auf Denken und Handeln gezeigt: Wenn wir selbst unter Druck stehen, sind wir weniger bereit, anderen zu helfen. Und Konformitätsexperimente zeigen, dass wir uns bereitwillig einer Mehrheitsmeinung oder den Ansichten einer für uns relevanten Gruppe anschließen. Dennoch: Situationen und Gruppen erklären manches, aber längst nicht alles.

Sünden und Tugenden des Denkens

Warum ist jemand so leicht zu beeinflussen und wird zum Eiferer einer nachweislich irren Idee? Oder anders gefragt: Warum gibt es in Sachsen auch Menschen, die nicht anfällig sind für die kruden rassistischen Parolen von Pegida?

Denkfaulheit, Ungenauigkeit, Engstirnigkeit und Vorurteile sind „intellektuelle Sünden“, schreibt die amerikanische Philosophin Linda Zagzebski (in ihrem Buch Virtues of the mind). Und dazu zählt sie auch Starrheit des Denkens, intellektuelle Gleichgültigkeit und mangelndes Verantwortungsgefühl für die eigenen Denkweisen und -ergebnisse. Diesen „Denksünden“ stellt Zagzebski die Denktugenden gegenüber: Bescheidenheit, Vorsicht, Sorgfalt (in der Interpretation von Informationen und deren Quellen), Neugier (ich will mehr darüber wissen), Zweifel.

Es ist also nicht wirklich sinnvoll, auf die Gründe einzugehen, die jemand für seine krausen Ideen anführt. Denn diese „Gründe“ sind intellektuell kaum satisfaktionsfähig. Sie basieren nicht auf Fehlinformationen oder auf einer (zu korrigierenden) selektiven Wahrnehmung. Sie sind im Charakter des Verschwörungstheoretikers zu suchen. Im Zeitalter des Internet und in einer demokratischen Informationsgesellschaft kann sich ohnehin niemand mehr auf Nichtwissen oder Nichtbesserwissen herausreden. Das tun die Verschwörungsgläubigen ja auch nicht – sie halten sich ja gerade für besser informiert als all die anderen, die sie ihrerseits für dumm und denkfaul halten, weil sie nur den „offiziellen“ Quellen vertrauen und etwa die „Lügenpresse“ lesen.

Die Auseinandersetzung mit Verschwörungstheorien ist also viel komplizierter, sie sind nicht mit geduldiger Richtigstellung und noch mehr Fakten zu widerlegen. Wie jemand denkt, wie er Informationen aufnimmt und verarbeitet und welche Schlüsse er daraus zieht – das ist zum großen Teil situationsunabhängig. Ob jemand zwischen Fakten und Beweisen einerseits und wilder Spekulation andererseits unterscheiden kann (oder will), ist Ausdruck seiner Persönlichkeit, seines Denkstils. Wer sich nicht mehr die Mühe macht, seine Thesen ab und zu zu überprüfen und weiterzudenken, läuft Gefahr, eine regelrechte „Verschwörungsmentalität“ auszubilden, wie selbst situationistische Sozialpsychologen zugestehen.

Die Dummen wissen nicht, wie dumm sie sind

Verschwörungstheoretiker, das ist eines ihrer Hauptmerkmale, sind für Argumente kaum mehr erreichbar. Sie haben buchstäblich „zugemacht“ – jede Information, die ihr Ideengebäude ins Wanken bringen könnte, wird abgeblockt und abgewertet. Und je eifriger die Aufklärer aufklären wollen, desto bestätigter fühlen sich die Unbelehrbaren. Freiwillige Dummheit und erworbene Engstirnigkeit immunisieren gegen Vernunft, gegen Zweifel und Argumente. Hinzu kommt der Dunning-Kruger-Effekt, benannt nach zwei Sozialpsychologen. Er besagt, dass die Dummen in der Regel nicht wissen, wie dumm sie sind. Im Gegenteil: Sie sind sich ihrer Sache meistens sehr sicher und überschätzen ihre intellektuelle Kompetenz.

Umgekehrt gilt: Je klüger jemand ist, desto mehr lässt er Zweifel zu und bemüht sich um tieferes Verständnis der Materie. Closed-mindedness/Open-mindedness (Engstirnigkeit/Offenheit) ist inzwischen unumstritten eine der „großen fünf“ Persönlichkeitsdimensionen, in denen sich Menschen wesentlich unterscheiden. Denkgewohnheiten gehören zu den wichtigsten „Bausteinen“ unserer Persönlichkeit. Wir sind dafür verantwortlich, wie wir in wichtigen Situationen oder Fragestellungen denken. Es liegt bei uns, ob wir uns ein Gegenargument anhören, ob wir in einer Angelegenheit, über die wir eine Meinung äußern, wirklich auf den Grund gehen und uns nach Kräften informieren, ob wir Zweifel zulassen und die Unsicherheit des Noch-nicht-Wissens eine Weile aushalten können. Unsere Ideen sind eben nicht nur „Ansichtssache“, sondern auch eine Frage des Charakters.

45 Responses to "Kann denn Dummheit Sünde sein?"

  • Ingrid
    24. Nov 2015 - 12:29 Reply

    Eine sehr interessante Ausführung. Ich kenne Menschen mit Schizophrenie und deren Weltbild verändert sich langsam, nicht immer aber doch oft nachvollziehbar zu einem verwirrten Gedankengut. Es geht bei solchen Menschen, die Ursachen ausserhalb der Realität suchen nicht immer unbedingt um dumme Menschen. Der Anfang der Verwirrung liegt in der Vergangenheit und zeigt, dass das Bild, das man sich von sich und der Welt machen möchte nicht mit der Realität konform geht. Um wieder mit sich im Reinen zu sein dreht man das Bild bis es sich angleicht. Ob es wichtig oder unwichtig ist, ist irrelevant. So kann man in dem man sich Gedanken über Diana und die Queen macht von dem eigenen Chaos in seinem Inneren ablenken. Yellow Press wäre ohne diese im Leben anderer wühlenden Menschen ebenso ausgestorben, wie der Dorfklatsch. Verschwörung gibt es also überall und wird solange den Menschen die Sprache gegeben ist auch bleiben.

    • Brix
      25. Nov 2015 - 11:48 Reply

      Schizophrenie ist eine Krankheit, die nur medikamentös behandelt werden kann und die absolut nichts mit den hier getätigten Aussagen zu tun hat. Freiwilliges Dummsein ist bitte nicht zu vergleichen mit einer Krankheit, für die ein Schizophrener, sowie alle anderen an einer psychischen Erkrankung leidenden, nichts kann. Das Weltbild eines psychisch Kranken mag dem eines freiwillig Dummen nahe kommen, aber mit Medikamenten und guter Therapie wird es sich geraderücken, weil der Kranke weiß, dass er krank ist, wenn die Therapie anschlägt. Ein Dummer weiß aber nicht bzw. will gar nicht wissen, was er alles nicht weiß. Er ist überzeugt davon, das Gelbe vom Ei zu sein und nichts wird ihn davon abbringen. Sie verwechseln echte Krankheit mit erworbener Denkfaulheit, die eine Charaktereigenschaft ist und keine Krankheit.

  • michael
    24. Nov 2015 - 12:39 Reply

    wenn wir wieder mal über 9/11 schreiben, sei dazu angemerkt, dass die offizielle version der us-regierung die mutter aller weiteren verschwörungstheorien ist.
    conclusio dieses artikels: klugheit = dummheit

    so geht’s gar nicht.

    • Ulrike Schwieren-Höger
      24. Nov 2015 - 16:58 Reply

      Ja. Das ist interessant. Wer alles glaubt, ist also klug. Gut, dass dies endlich mal gesagt wurde.

      • Elis
        25. Nov 2015 - 1:10 Reply

        Wo bitte steht das? Haben wir den gleichen Text gelesen?
        „Je klüger jemand ist, desto mehr lässt er Zweifel zu und bemüht sich um tieferes Verständnis der Materie.“ Kein Wort von glauben.

        • Ulrike Schwieren-Höger
          25. Nov 2015 - 18:35 Reply

          Es ist einfach, einen Satz auszuwählen, der dann den gesamten Rest des Textes rechtfertigen soll. Ich lese Absatz für Absatz Verwunderung über „Verschwörungstheoretiker“, die allesamt in einen Topf geworfen werden, und kann mich den Ausführungen von Christina Debusmann, Fox Mulder und Michael nur anschließen.
          Eins noch dazu: Ist nicht das Wort „Verschwörungstheoretiker“ bereits eine Beschimpfung, die keine Diskussion mehr zulässt? Es gibt halt Todschlagargumente, die nur ein paar Buchstaben benötigen.

  • Fox Mulder
    24. Nov 2015 - 13:00 Reply

    Der psychologische Aspekt ist sicherlich interessant. Aber um mal den Mangel an Informationen vs. „Lügenpresse“ etc… (ich habe hier die Flugzeuge von 9/11 mal im Hinterkopf)… welche Möglichkeiten habe ich denn zu verifizieren, welche Quellen vertrauenswürdig sind? Zu viel Material und Aufzeichnungen der Regierung und ermittelnden Kräfte hat man ja gar keinen Zugang. Man vertraut also den öffentlichen Statements und Presseberichten. Ich finde da „Verschwörungstheoretiker“ (schwer es in diesem Kontext nicht abwertend zu formulieren), also Leute, die sich mit den Vorfällen auseinander setzen und physikalische Belege offen legen da schon spannend. In meinem Beispiel, Physik einer Flugzeugexplosion, Schmelztemperaturen, ungewöhnlich geringe Anzahl Personen im WTC…. ist das ein Mangel an Information? Glauben an falschen Informationen? Mangel an vertrauenswürdigen Quellen und somit Glauben an eine Verschwörung?

    • Christina Debusmann
      24. Nov 2015 - 18:28 Reply

      Man kann schon vertrauenswürdige von nicht vertrauenswürdigen Artikeln unterscheiden. Dieser Artikel hier enthält viel psychologische Wahrheit, und ich unterstreiche das Gesagte voll und ganz, bis auf eines: die Perspektive, aus der er geschrieben wurde. Auf welcher Seite er steht, verrät er im ersten Satz. Und hier erkennt man die schlechte journalistische Qualität und damit die Nicht-Vertrauenswürdigkeit. Es werden nämlich die verschiedenartigsten „Verschwörungstheorien“ miteinander in Verbindung gebracht und es wird so getan, als ob eine bestimmte Sorte Menschen diesen Theorien anhinge und die anderen nicht. Muss ich, wenn ich den Holocaust für wahr halte, denn auch die offizielle Theorie über 9/11 für wahr halten? Nein, muss ich nicht! Bei jeder dieser Theorien muss man wieder neu nachdenken, ob sie zutrifft. D.h. man muss flexibel sein. Man muss hinterfragen können, Nachforschungen anstellen. Alles, wie der Artikel es sagt. Aber diejenigen, die brav nachplappern, was die Mainstream-Medien ihnen in auffallender Einigkeit vorkauen, das sind eben genau diejenigen, die nicht hinterfragen und die es nicht aushalten, wenn ihre Glaubensüberzeugungen so offensichtlich ad absurdum geführt werden. Ich spreche hier von der Glaubensüberzeugung: „Niemals würde die amerikanische Regierung einen Anschlag gegen ihre eigenen Bürger zulassen bzw. selbst durchführen.“ Es ist sehr schmerzhaft, die Erkenntnis zuzulassen, dass sie es eben doch getan hat. So, wie wenn ein Kind erkennen muss: Papa und Mama sind böse. Psychologen wissen, dass Kinder sich eher mit dem Aggressor identifizieren, als diese Erkenntnis zuzulassen.

      • Robin
        25. Nov 2015 - 15:49 Reply

        „Es ist sehr schmerzhaft, die Erkenntnis zuzulassen, dass sie es eben doch getan hat.“

        Wobei sich der Kreis schließt. Die offizielle Version ist falsch, Die Truther Version richtig“ Eine Glaubensüberzeugung, eine „Erkenntnis“. Kein Fakt.

        • Christina Debusmann
          27. Nov 2015 - 0:02 Reply

          Das ist ja das Seriöse an der Truther-Bewegung, dass sie NICHTS behauptet. Sie weist nur auf die Fakten hin, die einer Klärung bedürfen. Wenn eine Regierung sich weigert, darauf einzugehen, dann darf man sich doch wohl fragen, warum.

    • Mirko Pfretzschner
      25. Nov 2015 - 11:49 Reply

      Gerade bei 9/11 macht es auch der gesunde Menschenverstand: Wenn die Türme gesprengt worden wären, müßten dazu
      1. Die Sprengladungen genau da angebracht worden sein, wo später die Flugzeuge einschlugen (denn ab da begann ja auch der Einsturz). Das ganze bei laufendem Betrieb heimlich hinzubekommen halte ich für schlicht nicht möglich.
      2. ALLE Sprengladungen UND Zünder Einschlag und Explosion eines Jumbojets unbeschadet überstanden haben und
      3. zum Zeitpunkt der Sprengung noch anstandslos funktioniert haben.

      Klingt das plausibel?

      • Fox Mulder
        25. Nov 2015 - 18:06 Reply

        Ja und Nein.
        Auf den ersten Blick klingt es äußerst unplausibel. Wenn ich das aber wirklich vor hätte… könnte man sowas aber auch planen!
        Es wurden ja immerhin Spuren von Thermit bzw. Nano/Superthermit gefunden (Wissenschaftler der Universität Kopenhagen/ Dr. Harrit).
        Auch der „Fall“ der Türme ist ja nun auch sehr kontrolliert gewesen.
        Einge Wochen vor den Anschlägen wurde das komplette Strom- und Sicherheitsnetz abgeschaltet, um neue Kabel zu verlegen, die wohl das ganze Gebäude erschüttert haben. Die Abschaltung war wohl einmalig in der Geschichte des WTC. Und wer verlegt Kabel so tief in den Wänden?

        Einiges erwiesen, anderes nur Zeugenaussagen. Dennoch verdächtig.

        Aber ich glaube diese Diskussion wird reichlichste im Internet geführt.

      • Christina Debusmann
        27. Nov 2015 - 0:01 Reply

        Lange nicht so unplausibel, wie dass bei dem Ausmaß an Zerstörung der Ausweis des Attentäters unversehrt gefunden wurde. Oder dass die Türme im freien Fall einstürzten, also völlig ungebremst von noch heilen unteren Geschossen. Aber wir können hier die Diskussion nicht führen, da kann man sich ja im Netz genug informieren.

        • Christina Debusmann
          27. Nov 2015 - 0:05 Reply

          Das ist ja das Seriöse an der Truther-Bewegung, dass sie NICHTS behauptet. Sie weist nur auf die Fakten hin, die einer Klärung bedürfen. Wenn eine Regierung sich weigert, darauf einzugehen, dann darf man sich doch wohl fragen, warum. Und absolut unplausibel ist z.B. auch, dass das Gebäude Nr. 7 ebenfalls im freien Fall einstürzte, und zwar ohne Flugzeuge.

        • Sebastian Schneider
          27. Nov 2015 - 4:08 Reply

          Alles wurde schon hinreichend physikalisch erklärt, aber die „9/11-Truther“ gehen darauf nicht ein und wollen es einfach nicht wahrhaben. (Was nicht in deren Weltbild passt, MUSS gelogen/gefaked/etc. sein.) Hier nur EIN Link, was es mit dem Kollaps der Twin Towers auf sich hat (aber diese Seite ist für Truther ja sowieso doof und bezahlt und gelogen etc. (wetten, da kommt gleich genau so ein Argument Ihrerseits? 😉 )…da nützen auch die physikalischen Berechnungen nix, obwohl man sie jederzeit nachvollziehen könnte…wenn man denn eine Ahnung von Statik und Mathematik hat):
          http://www.debunking911.com/freefall.htm

          Wenn Sie wirklich an der Aufklärung von 9/11 interessiert sind, dann führen Sie sich doch einmal sämtliche Argumente dieser Seite (http://www.debunking911.com) zu Gute UND (und das ist jetzt wichtig!) führen Sie GEGENargumente auf, warum das, was auf dieser Seite steht, NICHT stimmen sollte! (Diese Seite hat genau DAS getan: Sich die „Argumente“ der Truther zu Gute geführt und detailiert erklärt, warum sie falsch liegen!) Auf der linken Seite finden Sie eine Navigation zu jeder Widerlegung der „Argumente“, die die Truther proklamieren.

          Es gibt ebenso hunderte Webseiten, die sich mit der angeblich gefälschten Mondlandung beschäftigen und SÄMTLICHE „Argumente“ der Mondlandungsleugner bis ins Detail widerlegen. Manche „Argumente“ der Mondlandungsleugner sind sowas von billig und schlecht, die kann im Minimum auch ein Schüler der Mittelstufe widerlegen…rein aus stinknormalem, logischen Menschenverstand her!

          Aber leider ist dies nunmal die Natur des klassischen Verschwörungstheoretikers: Logische, physikalische, mathematische und eben auch psychologische Erklärungen bringen nichts. Genau DAS wollte Heiko Ernst ja mit seinem Artikel sagen! Es ist völlig egal, wieviele Belege und Fakten ich (und andere) Ihnen jetzt liefern werden (siehe z.B. obige statische Berechnungen zum WTC-Kollaps), Sie werden IMMER sagen/denken, dass die offizielle Darstellung falsch ist! Sie werden IMMER die Tatsache ignorieren und nicht wahrhaben wollen, dass der Kollaps physikalisch tatsächlich so möglich ist, wie er durch einen Einschlag von Flugzeugen verursacht wurde!
          Wetten? 😉

          In diesem Punkt hat Heiko Ernst schon recht:
          Der Grund dafür, dass sich Menschen in gewisse Verschwörungstheorien versteigen (welche jedoch schon längst widerlegt sind…und genau DESHALB hat Heiko Ernst gleich zu Anfang ein paar Verschwörungstheorien in einen Topf geworfen: Weil eben genau DIESE erwähnten schon längst widerlegt sind!) liegt nicht unbedingt daran, dass bei diesen Menschen Bildung, Wissen und Hintergrundinformationen fehlen, sondern eben an ihrem Charakter…warum auch immer er so geformt geworden ist (Milieu, Lebensumstände, Schicksalsschläge, Freundeskreis, etc…). Genau deshalb findet man ja auch z.B. Akademiker, die diesen (längst widerlegten) Verschwörungstheorien verfallen sind. Ein bekanntes Beispiel der Netzkultur (leider schon verstorben): Dr. Axel Stoll. Titel bzw. akademische Grade schützen vor Torheit nicht. Ebenso gibt es ein paar Nobelpreisträger, die irgendwann wirres Zeug postuliert haben, über das die gesamte Wissenschaft nur noch den Kopf geschüttelt hat.

  • Gerald Unger
    24. Nov 2015 - 13:02 Reply

    Das Problem mit den Verschwörungstheorien ist natürlich noch viel komplizierter. Es gibt echte Verschwörungen. Von Regierungen, Geheimdiensten aller Art und aller Staaten, und auch von Privaten Menschen, Firmen und Organisationen. Um das Ganze zu verwirren, werden von Interessierten außerdem noch völlig bekloppte Verschwörungstheorien in die Welt gesetzt, die auch viele „Tieferbegabte“ sofort als unsinnig erkennen können. Einen Strohhalm versteckt man am besten in einem Heuhaufen. So fällt es noch viel schwerer, zu erkennen, ob Nachrichten aller Art Fakes sind. Ob Whistleblower Wahrheiten bringen oder reinen Unsinn. In den Medien muß man Quellen suchen denen man vertrauen kann.

  • Spieler
    24. Nov 2015 - 13:26 Reply

    Guten Tag. Generell ein interessanter Beitrag, wobei ich nicht zu 100 % zustimmen kann. Ich denke, Verschwörungstheoretiker ist nicht gleich Verschwörungstheoretiker. Eine Person, die Ebola für im Labor gezüchtet hält kann sich bestenfalls zur Untermauerung ihrer Theorie auf halbseidene Quellen berufen. Dass Medien bzgl. bestimmter Sachverhalte unisono sprechen oder sie in bestimmten Fällen tatsächlich lügen (z. B. ARD: Verwendung von alten Fotos um aktuelle Anti-Irgendwas aufzumotzen und so einer schwachen Bewegung mehr Gewicht zu verleihen) kann tagtäglich durch das Gegeneinanderlegen vieler offener Quellen sehr schön bewiesen werden. Was natürlich nicht heißen muss, dass die Medien „von oben“ gesteuert sind. Heißt: Jemanden als Verschwörungstheoretiker zu bezeichnen, nur weil er das, was er täglich erlebt nicht mit dem Übereinstimmung bringen kann, was die Medien so bringen, ist m. E. ungerecht.
    Ferner: ich denke, dass es nicht nur ein „Abblocken“ ggü. gewissen Informationen ist, sondern Quellen systematisch ausgeblendet werden. Was dann in der Folge wirklich zu einem Wahn werden kann.
    Insgesamt aber ein spannendes Thema!

  • Serge
    24. Nov 2015 - 13:57 Reply

    Oder wollen sie nur ein „reicheres“ Leben?

    Meine Beobachtung ist, dass Verschwörungstheorien besonders gut fruchten wenn

    a) intellektuelle Unterforderung / Armut
    b) geglaubte materielle Ungerechtigkeit

    zusammenkommen. Ganz im Sinn „da muss doch mehr sein“, glauben die Verschwörungstheoretiker, dass die offensichtliche Realität mit zum Teil trivialen Themen wie „Angebot/Nachfrage“ nicht ausreichend ihr Leben erklärt.

    Da gibt es die einen, die sich engagieren, aber immer wieder durch gleiche Denkfehler dann am eigenen Erfolg blockieren. Auf diese Denkfehler trifft der Dunning-Kruger-Effekt zu, er wird nicht reflektiert und daher als gegeben angenommen. Gegeben von Dritter Seite, den „Dunklen Mächten“.

    Und die anderen, denen es an wenig mangelt, die aber eine Ungerechtigkeit in der Welt wahrnehmen, für diese aber nicht ultra-langfristige Entwicklungen (Bildungsstandard, Rolle der Frau, Demokratisierung) sondern Geheimbünde verantwortlich machen.

    Fast schon glaube ich, manchen ist einfach zu wenig Aufregung im Leben, so dass sie eine Verschwörung suchen, die das Leben spannender macht.

  • Ewald
    24. Nov 2015 - 14:03 Reply

    Grüß Gott Herr Ernst,
    Ein sehr interessanter Artikel, der Dunning-Kruger-Effekt erklärt einiges, auch abseits des Artikelthemas.
    Was mir allerdings weniger an Ihrem Artikel gefällt ist die Vermischung und Pauschalisierung von absolut abstrusen und kruden und auch ideologisch geprägten Verschwörungstheorien mit jenen, wo zumindest ein berechtigter Zweifel auch für die „open-minded people“ erlaubt und angebracht sein darf, hier wird alles recht simpel mit dem Etikett „Verschwörungstheorie“ abgestempelt und zusammengefasst und in einen Topf geworfen.
    Ist das nicht genau dieselbe Methodik, welche die „Anhänger“ von solchen Theorien anwenden, das kritiklose Hinnehmen eines Umstandes, einer Erklärung, das „Nichthinterfragendürfen“?
    Interessanter Weise wird auch der Umstand des Zweifelns als Bestätigung und Merkmal für offenes Denken angeführt, da beißt sich die Katze ordentlich in den Schwanz, so sie ihn erreicht.
    Eine wesentliche Kernfrage bei solchen Verschwörungstheorien sollte doch das „cui bono?“ sein, wer hat denn jetzt etwas davon, was da passiert ist oder was gerade passiert?
    Zumindest bei 9/11 sollte nach Berücksichtigung der zweifelsohne einigermaßen widersprüchlichen und seltsamen Fakten, Umstände und zeitlichen Abläufe doch der Hauch einer Möglichkeit bestehen, dass es dabei nicht so zugegangen ist, wie es uns die öffentliche Sprachregelung weißmachen möchte. Wem hat denn der Krieg gegen den Terror genutzt? Könnte es sein, dass Rüstungsfirmen ein geradezu missionarisches Interesse daran haben, ihre Produkte an den Mann zu bringen? Im „Idealfall“ beide Seiten bzw. Kriegsparteien beliefern und so Milliardenumsätze generieren? Zumindest eine Denkerlaubnis in diese Richtung sollte schon möglich sein, auch für die aufgeklärten, intelligenten und undummen Charaktere, die solche Vorgänge aus eigenem Welt- und Moralverständnis für unmöglich halten.
    „Und also schließt er messerscharf, das nicht sein kann, was nicht sein darf“ oder anders: „Wenn etwas aussieht wie eine Ente, watschelt wie eine Ente, quakt wie eine Ente, dann ist es wahrscheinlich eine Ente“.

    Ich nutze diese Gelegenheit, Ihnen für die zahllosen Artikel und Publikationen zu danken, welche in den letzten Jahrzehnten aus Ihrer Feder geflossen sind. Die Darstellung, Verdeutlichung und Erklärung von psychologischen Phänomenen in verständlicher Sprache wird auch den Horizont des einen oder anderen Dummen erweitert haben, da nehme ich mich gar nicht aus.

    Es grüßt Sie aus Österreich mit den besten Empfehlungen,
    E.B.

    • MF
      25. Nov 2015 - 0:39 Reply

      „cui bono“ ist ein gutes Stichwort, denn genau an dieser Stelle scheiden sich die Verschwörungstheoretiker von den den anderen.

      Der Verschwörungstheoretiker fragt „cui bono?“ und, wenn er einen ihm genehmen Akteur gefunden hat, der aus seiner Sicht von irgendeinem Ereignis profitiert, ist die Arbeit getan und er kann feststellen: den USA/den Juden/den Unternehmen kommt ein Ereignis zugute, also haben sie das Ereignis auch verursacht. Der eine im Brustton der Überzeugung, der anderen nur raunend „man wird ja nochmal sagen dürfen, dass…“

      Für den nicht-Verschwörungstheoretiker fängt da die Arbeit erst an, nämlich die Anstrengung, eine tatsächliche, kausale Verbindung zwischen dem Handeln eines (scheinbar) Profitierenden und dem späteren Ereignis zu finden. Der Verschwörungstheoretiker lehnt sich an dieser Stelle zurück, verweist auf irgendeinen Punkt im Sachverhalt, der aus seiner Sicht noch nicht restlos geklärt ist und fragt dann wo denn die Beweise seien, dass die amerikanische Regierung nicht hinter 9/11 stecke.

  • Tom
    24. Nov 2015 - 14:35 Reply

    Schöner Artikel.

    Klar sind unsere Ideen auch eine Frage unseres Charakters. Eine Frage des Charakters, mithin der genetischen Vulnerabilität und der Sozialisation, ist es auch, ob unsere Persönlichkeit zu einer Akzentuierung in Richtung der paranoiden Persönlichkeit geht. Wobei ich mir nicht wirklich vorstellen kann und will, dass auf unseren Straßen dermaßen viele Menschen mit einer solchen Persönlichkeitsstruktur herumlaufen.

    Nicht vernachlässigen sollte man aber auch den Herden-Effekt: Wenn viele tausend Menschen etwas tun, dann ist dies für uns ein Indiz dafür, dass es richtig ist, was die tun. Was mich zu einem meiner Lieblingssprüche bringt: „Millionen Fliegen können nicht irren: Fresst Sch… !“ :-)

  • Harry
    24. Nov 2015 - 17:45 Reply

    Ich möchte zwei Themen aus den bisherigen Kommentaren aufgreifen. Spieler: „nur weil er das, was er täglich erlebt nicht mit dem Übereinstimmung bringen kann, was die Medien so bringen,“ und Ewald: „Wem hat denn der Krieg gegen den Terror genutzt? „. Beides lässt sich sehr schön ganz ohne Verschwörungsverdacht durch Hanlon’s Razor erklären: „Schreibe nichts der Böswilligkeit zu, was durch Dummheit hinreichend erklärbar ist.“ Journalisten sind nicht perfekt. Sie machen Fehler, sind manchmal subjektiv, voreingenommen, und sie haben nur begrenzt Platz und müssen selektieren. habe eine Weile als Journalist gearbeitet, ich weiß, wovon ich Rede. Kurz gesagt: Nur wenn man unterstellt, dass Journalisten exakt wissen, was sie tun, kann man Absicht und eine „hidden agenda“ dahinter vermuten. Dem ist aber in aller Regel nicht so. Und der Krieg gegen den Terror? Der hat natürlich der Bush-Clique und Halliburton genutzt, aber eher im Sinne von Opportunismus. Die Gelegenheit war einfach zu gut, um sie laufen zu lassen. Dazu muss man nicht vermuten, dass die das Ding selber gedreht haben. Politisch furchbar kurzsichtig war das allemal. Die hielten sich für unbesiegbar. Aber dazu braucht es keine Verschwörungstheorie, um die Agenda von Arschlöchern zu erklären.

    Noch ne Anmerkung zum Thema intellektuelle Unterforderung. Wenn man bsp. auf Facebook das Treiben der Reichsbürger beobachtet, dann hat man sehr oft bis immer den genau gegenteiligen Eindruck (nicht nur wegen der sehr oft kruden Rechtschreibung und Grammatik). Diese Leute verstehen offenbar sehr oft die einigermaßen komplexe Welt um sie herum nicht, und bauen sich ein vermeintlich einfaches Gedankengebäude, das ihnen hilft, die Welt zu verstehen. Sie bemerken dabei nicht, dass sie ganz oft, um ihre Prämissen nicht aufgeben zu müssen, hier und da und dort auch noch weitere Prämissen dranflanschen müssen, damit nicht gleich alles umkippt, und am Ende beobachtet man Gedankenkonstrukte, die viel komplizierter sind als die ursprünglich nicht verstandenen Umstände. Beispiel: Diese ganze OPPT/UCC Bewegung. Da kann man nur noch mit dem Kopf schütteln. Ich schaue mir das Treiben in den diversen Foren seit ca. einem halben Jahr an und entdecke mindestens wöchentlich immer neuen Schwachsinn, mit dem jetzt wieder einer ankommt.

    Die sozialen Netze lässt der o.g. Beitrag übrigens außer Acht. Früher gab es überspitzt gesagt auf jedem Dorf einen Deppen, der murmelnd durch Dorf lief, Stimmen hörte und die Häuser mit Weihwasser bespritzte. Jeder wusste, das ist der Depp. Der bekam einen Schnaps und gut. Heute treffen die sich auf Facebook und Youtube und klopfen sich zur Bestätigung gegenseitig so lange auf die Schulter, bis sich einer traut und beispielsweise auf einem Marktplatz eine Kandidatin fast umbringt. Das ist schon eine neue Qualität, wo man doch meinen sollte, die Deppen sind eigentlich ganz harmlos. So lange wir bei Zahnbürsten- und Zahnpasta-mit-Fluorid-Phobien, bei Chemtrails, Einhörnern und Engeln sind, sind sie es auch. Spätestens bei mit MMS behandelten Kindern, bei Fremdenhass und offenem Neonazitum hört der Spaß aber auf. Die Grenzen dazwischen sind fließend.

  • Pierre
    24. Nov 2015 - 20:23 Reply

    Ich behaupte ja das die Verschwörungstheorie dadurch gefüttert werde das wir immer und immer wieder von unsere Presse und Politik belogen und mit halb warheiten überhäuft werden. Wer weiß denn schon noch was wahr ist? Es wird doch so viel Dinge über Jahre als Verschwörungstheorie deklariert, bis irgendeine Behörde die Akten öffnet. Plötzlich ist es die Warheit! Da gibt es doch unzählige Beispiele. Ich finde den Artikel viel zu einseitig, genau damit wird doch das kaputte System unterstützt. Oder glauben sie etwas das im Fernsehen und in der Presse ausschließlich die warheit publiziert wird? Dann frag ich mich wer den Arzt braucht!

  • Wolfgang
    25. Nov 2015 - 1:48 Reply

    Ich habe selten einen derart undifferenzierten, pauschalisierenden und populistischen Artikel gelesen, wie diesen.

    Kategorisierungen wie „die Dummen“, „die Klugen“ und eine Phrase wie bspw. „je klüger einer ist“ beleidigen den Intellekt. Wer definiert wer dumm und wer klug ist, und nach welchen Kriterien wird bewertet? Gerade in den letzten 15 Jahren sind Dinge passiert, wenn die jemand vorher prophezeit hättet, hätte man ihn nach o.g. Text als Verschwörungstheoretiker abtun können. Aber diese Dinge sind dennoch passiert. In diesem Artikel werden krude Alu-Hutträger und kritische Zweifler, Vorausdenker und Visionäre in einen Topf geworfen. Außerdem wird der Begriff als Schlagwort zur Stigmatisierung, Ausgrenzung und Lächerlichmachung verwendet um mundtot zu machen. Wenn man jemanden als Verschwörungstheoretiker abtut, braucht man ihn nämlich nicht ernst nehmen und muss keine Antworten geben, die man selbst vielleicht nicht hat.

    Das ist Boulevardpressenniveau und Populismus vom Feinsten. Von einem Medium wie Psychologie Heute erwarte ich deutlich bessere Qualität. Am meisten irritiert mich, dass so viele Kommentare fast kritiklos den Text und den Autor loben.

  • Walter Stein
    25. Nov 2015 - 2:58 Reply

    Guter Artikel, der mir hin und wieder aber ins etwas zu Simple abgleitet. Der Punkt etwa, Zweifel gehörten zur Grundausstattung der Gescheiten, stimmt so schlicht nicht. Gerade auf seiten der Verschwörungsspinner sind Zweifel ganz groß, Zweifel an den offiziellen Versionen nämlich. Und mit ebendiesen Zweifeln wird doch auch die eigene Haltung mitrechtfertigt. Man sagt: Du glaubst doch nicht das, was die Lügenpresse dir vorwirft, habe Zweifel. Also, diesen Punkt kann ich so nicht nachvollziehen. Zweitens: Der Schluss ist mir ehrlich gesagt deutlich zu unterkomplex. Einfach zu sagen, Verschwörungsgläubige sind dumm, geht am Problem weit vorbei und ich hätte eine derart versimplifizierende Darstellung hier nicht erwartet. Zumal, wenn die Begriffe dumm und klug nicht einmal ordentlich definiert werden. Das schadet der Sache etwas, denn es wäre ja gerade interessant zu wissen, warum sogar Leute mit Doktor-Titel, also Leute, die man nicht unbedingt als dumm abstempeln kann, auf die wirren Reden der Elsässer-Jebsen-Spinner reinfallen. Das wäre wirklich wichtig und interessant, und es kann meiner Ansicht nach eben nicht bloß damit erklärt werden, daß diese Leute halt dumm seien. Damit tun wir ja gerade das, was wir den Verschwörungsverirrten vorwerfen: Wir reduzieren die komplexe Realität auf simple Schwarzweißmuster. Damit ist niemandem gedient. Dennoch, alles in allem ein interessanter Text. Danke.

  • mink
    25. Nov 2015 - 3:20 Reply

    Ich glaube, beobachtet zu haben, dass das Anhängen an einer VT auch deshalb nur widerwillig aufgegeben wird, weil die Anhänger daraus eine völlig überhöhte Bedeutung ihres eigenen Daseins ziehen. Sie sind plötzlich erleuchtet, Mitglieder einer Elite aus Wissenden und werden von der Wichtigkeit ihrer eigenen Person geradezu berauscht vorangetrieben. Das könnte bei Sekten ähnlich funktionieren.

    Die Erkenntnis, dass man sein Geheimwissen aus einer eigentlich unbedeutenden Quelle hat, z.B. von einem Blog oder einem zahnlosen Geologen auf YouTube, ermutigt dann, nach weiteren Quellen abseits der Mainstream-Medien zu suchen und diesen aufgrund ihres Underground-Status beinahe pauschal Glauben zu schenken und dann eine irre Idee nach der anderen zu übernehmen.

    In 0,nix haben wir dann einen holocaust-leugnenden Reichsbürger, der Impfen ablehnt, Krankheiten mit Zucker und Wasser heilt, sich die Lichtenergie der Einhörner zu Nutze macht und ein Fundraising-Projekt zur Erforschung der Hohlerde startet.

  • Constantin
    25. Nov 2015 - 10:52 Reply

    Es genügt schon, vier Kommentare zu lesen, um fasziniert zu sein. Wie schnell doch Leser etwas gelesen haben wollen, das gar nicht im Text steht.
    Über den Inhalt der Botschaft entscheidet bekanntlich der Empfänger. OK. Aber er ist dann auch dafür verantwortlich, falsch informiert zu sein oder sich unnötig aufzuregen.

    Lieber Heiko Ernst, ein guter Artikel. Kein lauter, kein schriller Artikel. Eben so, wie es die vernünftigen Leute tun und gern haben. Weiter so!

  • peter pan
    25. Nov 2015 - 12:22 Reply

    .. die Welt und die Ereignisse, die in ihr stattfinden, sind zu komplex und vielseitig, um sie einfach so in einen Korb zu werfen, wie es der Autor hier tut. Zu behaupten, es gäbe keine Verschwörungen, ist genauso blauäugig, wie zu behaupten, alles sei Verschwörung. Das vom AUtor beschriebene „Zumachen“ gegenüber andersdenkenden gilt übrigens für beide „Seiten“.

  • Monika Matzke
    25. Nov 2015 - 18:54 Reply

    Der Grund für die meisten Verschwörungsgeschichten ist (aus meiner Sicht als Business Analyst) das Geschäft, das Geschäft mit der Angst. Wird Angst geweckt, verdrückt sich der gesunde Menschenvestand in die kleine Walnuss im Gehirn und versteckt sich. Aaaaangst. Noch ein Tröpfchen Verschwörung mehr und noch mehr Angst. Und dann boomt ein rasant wachsender Wirtschaftszweig. Er verkauft Ratgeber, Hilfsmittel, Pülverchen und Mittelchen. Und je mehr davon verkauft wird, desto mehr entsteht ein Gruppenzwang: Hast Du schon den Orgon Dingsda oder den EssenceHealing oder den Silber-Kupfer-Vorhang gegen Wellen und Spionage? Und schon ist der Bedarf geweckt. Die Schutzmittel werden zum Grundbedürfnis, ein Überleben ohne unmöglich. ANGST: Eine geniale Business-Idea!! Hut ab. Da kann man Milliarden verdienen!

  • Zett eL
    25. Nov 2015 - 21:17 Reply

    Ich sage Ihnen was Sünde ist Herr Ernst:
    Ihr billiger Diffarmierungs-Artikel.

  • Ray
    26. Nov 2015 - 0:16 Reply

    Oha… 9/11 als Insidejob ist also eine absurde Idee. Ich glaube der Heiko hat hier nicht genügend bzw relavante Information.

    Google Operation Northwood, dann siehst du das false flag Terror eine annehmbare Option für das Pentagon ist. Also nichts absurd, aber jemand der sich seine heile Welt Realtität aufrecht erhalten muss, kann sowas nicht zulassen. Den das Fundament der Weltanschauung zu ändern, kann durchaus schmerzhaft sein. Ist bekannt in der Psychologie und daher stempeln sehr viele Menschen solide Fakten gerne als „Verschwörungstheorie “ ab. So wie unser Heike, der sich niedlich blamiert hat mit solch einer selten dämlichen Aussage.

    Mittlerweile ist die offizielle Version der amerikanischen Regierung zigfach zerstört worden und das ganz sicher nicht nur durch die rätselhafte Sprengung des 7. WTC am 9/11.

    […]

    • Redaktion
      Redaktion
      26. Nov 2015 - 12:34 Reply

      Lieber Ray, wir haben einen Teil Ihres Kommentars aufgrund beleidigender Äußerungen gelöscht. Bitte äußern Sie Ihre Kritik sachlich. Mit besten Grüßen, die Redaktion.

  • Franziska Langholz
    26. Nov 2015 - 16:02 Reply

    SEHR GEEHRTE LESER,
    ich bitte Sie um mehr Zurückhaltung und Offenheit.
    Gleich „loszuschiessen“, hat uns Menschen offensichtlich noch nie weitergebracht…
    Interesse am Gegenüber und Wertschätzung schon – manchmal bewirkt es gar, das eine oder andere „Wunder“.
    Herr Ernst zeigt,
    wie gefährlich Verallgemeinerungen sind.
    Wie schnell diese selbst hochintelligente Menschen provozieren und aggressiv stimmen können!..
    SEHR GEEHRTER HERR ERNST,
    ich habe einige Fragen und würde mich freuen, bald von Ihnen zu hören.
    Schwarz- Weiß- Denken, passt natürlich nicht zu Ihnen… Welche Gedanken, haben Sie dazu gebracht, Ihren Artikel so zu gestalten und nicht anders? Waren solche Leser – Reaktionen beabsichtigt?
    Wie können wir Menschen besser, mit so vielen herzzerreissenden Lebensgeschichten, Ereignissen und Informationen umgehen?
    Wie gehen Sie damit um, da Sie durch Ihren Beruf noch viel mehr Details erfahren, als eine Seele, meiner Meinung nach, verkraften kann?Danke.
    Ales Gute und hoffentlich, viel, viel Motivation für Ihre Arbeit weiterhin!
    Franziska Langholz

    • Zett eL
      26. Nov 2015 - 19:11 Reply

      Hättest in Deinem Artikel vielleicht noch erwähnen können, dass ursprünglich Henry Kissinger Vorsitzender der 9/11 Kommission war, bis er von den „Jersey Girls“ nach seinen saudischen Geschäftsverbindungen gefragt wurde und einen Rücktritt einer Auskunft vorzog.
      Nichtsdestoweniger: mein Kompliment.

  • Beta-Männchen
    27. Nov 2015 - 4:41 Reply

    Liebe Redaktion von Psychologie-Heute,

    selten habe ich einen Beitrag bei Ihnen gelesen, auf den der Begriff pseudowissenschaftlich so sehr zutrifft, wie auf diese vollkommen undifferenzierte Verächtlichmachung eines „bestimmten“ Menschentypus.
    Es sind jedoch nicht nur die z.T. vollkommen haltlosen Thesen, die Herr Ernst hier aufstellt, vielmehr stören mich seine Ressentiments gegenüber Verschwörungstheoretikern, für deren Verbreitung Ihre Plattform hoffentlich unwissentlich missbraucht wurde.

    Ressentiments im Sinne Montaignes Essay „Feigheit ist die Mutter der Grausamkeit“. Ressentiment ist hier das Gefühl, das der Überlegene im Kampf dem Unterlegenen beibringt, indem er auf die Tötung verzichtet und somit seine Überlegenheit dauerhaft in dessen Bewusstsein verankert.

    Und von Tötung zu sprechen, ist in diesem Fall gar nicht mal so abwegig. Immerhin hat die Läuterung durch Strafe keinen Sinn bei Menschen, die die Bedrohung als unveränderlichen Wesenszug in sich tragen – man müsste sie komplett ausschalten! Solche Argumentationen liegen also auf der gleichen Linie mit denen, die auch bereits zu den antisemitischen Ressentiments gegen die jüdische Bevölkerung geführt haben.

    Obwohl man mittlerweile dazu übergegangen ist, die Verschwörungstheoretiker in verschiedene Kategorien aufzuteilen, und die Verschwörungsideologie von der Verschwörungshypothese zu trennen, findet diese Differenzierung keinen Platz in dem Beitrag von Herrn Ernst.
    Handelt es sich hier nun um Denkfaulheit, Ungenauigkeit, Engstirnigkeit und Vorurteile? Ist Herr Ernst damit ein intellektueller Sünder? Vielleicht ist es auch eine Starrheit des Denkens, intellektuelle Gleichgültigkeit und mangelndes Verantwortungsgefühl für die eigenen Denkweisen und -ergebnisse? In diesem Fall wären es Denksünden, die Bescheidenheit, Vorsicht, Sorgfalt (in der Interpretation von Informationen und deren Quellen), Neugier (ich will mehr darüber wissen) und Zweifel vermissen lassen.

    Ein Blick in die Kommentare sollte doch eigentlich jeder halbwegs vernunftbegabten Person aufzeigen, dass zu dem Thema auch noch eine komplett andere Sichtweise existiert, die Herr Ernst bei seinen Recherchen offensichtlich vollkommen ignoriert hat. Man muss sich allerdings noch nicht einmal intensiv mit der Thematik auseinandersetzen, um diese Kontroverse praktisch überall in der seit vielen Jahren stattfindenden Diskussion zu entdecken.

    Was lässt sich daraus nun schlussfolgern?
    Entweder Herr Ernst hat überhaupt nicht recherchiert, und urteilt über sein rein subjektives Bild eines Verschwörungstheoretikers, oder er konnte bei seiner Recherche die Einwände hinsichtlich seines von Vorurteil behafteten Bildes nicht entdecken, was sowohl bewusst als auch unbewusst geschehen kann.
    In jedem Fall steht fest, dass das Ausblenden aller Argumente der Gegenseite niemals neutral sein kann und damit rein gar nicht mit Wissenschaft zu tun hat.
    Was sucht dann aber solch ein Artikel auf einem Portal wie dem Ihren? Sie sollten das unbedingt ändern und den Beitrag inklusive einer Stellungnahme aus dem Netz nehmen. Alternativ biete ich Ihnen an, eine Gegendarstellung zu schreiben, die Sie dann ebenfalls hier veröffentlichen. Entscheiden Sie selbst.

    Beste Grüße

  • Franziska Langholz
    29. Nov 2015 - 5:46 Reply

    Warum sollte denn ein Artikel aus dem Netz genommen werden, der so viele Leser zu den unterschiedlichsten Tages – und Nachtzeit zum Nachenken anregt..?
    Der einige Menschen so sehr in Wallung bringt, dass sogar mal die Lieblingsfernsehsendung ausfallen muss und der andere sich nicht mehr auf seine Nachrichten konzentrieren kann.
    So viele positive psychologische Effekte aufeinmal, das schafft sonst nur Professor Dr. Gerold Hübner (Also, so ein tolles Kompliment würde ich auch gerne mal bekommen, Herr Ernst…), der ebenso weiß, daß wir die Grundeinstellung eines Menschen, in der Regel, durch die besten Vorträge und die genialsten Artikel, nicht verändern können… Doch durch EINlADEN, ERMUTIGUNG und INSPIRATION, für neue Erfahrungen, kann unser unglaubliches Potential wiederbelebt werden, -wollte nicht jemand einen Artikel schreiben?. So wie vielleicht, der eine oder andere Leser, der mehr liest als lebt und jemand plötzlich fühlt, statt denkt.
    Prof. Hübner hat wohl einen etwas herzlicheren Ton an sich, aber Wissenschaftler haben nunmal von Natur aus die „besseren Nerven“ und mehr Geduld.
    Beide arbeiten dafür, dass wir alle, trotz großer Herausforderungen in unserem Leben unsere kostbare Lebenszeit so oft wie möglich genießen können!

    Auch wenn sich etwas ganz anderes hinter diesem Artikel verbergen mag – da gibt es ja viele Möglichkeiten.., warum sollte ich nicht
    erst einmal von dem Besten ausgehen?
    Nach so einer beruflichen Laufbahn, schriebe Herr Ernst bestimmt locker vom Hocker, trotz Schlafentzug und zwei Bier zu viel, eine wesentlich „elegantere Version“ zu diesem Thema, würde er Sie,liebe Leser, über was auch immer, aufklären wollen.

    Mit optimistischen Grüßen
    und alles Gute an die Redaktion,

    Franziska Langholz.

    • Zett eL
      29. Nov 2015 - 18:34 Reply

      „Warum sollte denn ein Artikel aus dem Netz genommen werden, der so viele Leser zu den unterschiedlichsten Tages – und Nachtzeit zum Nachenken anregt..?“

      Zum Nachdenken anregt?
      Der Artikel ist billige Hetze, nichts weiter.
      Also wenn Herr Ernst nicht als billiger Hetzer dastehen will, hat er allen Grund seinen Rotz unverzüglich aus dem Netz zu nehmen.
      Wenn die Betreiber von „Psychologie Heute“ nicht als Betreiber eines billigen Hetzblatts dastehen wollen, haben sie allen Grund seinen Rotz unverzüglich aus dem Netz zu nehmen.

    • Beta-Männchen
      29. Nov 2015 - 20:15 Reply

      Das war kein Aufruf zur Zensur, Frau Langholz! Vielmehr ging es mir um eine Empfehlung an die Redaktion, über eine mögliche Rufschädigung nachzudenken.
      Populärwissenschaft und Pseudowissenschaft liegen dicht beieinander. Mit diesem Beitrag von Herrn Ernst hat sich Psychologie-Heute m.M.n. klar im roten Bereich positioniert und damit an Glaubhaftigkeit eingebüßt. Es liegt nun ganz bei der Redaktion, wie sie mit meinen Einwänden umgeht und welche Konsequenzen sie daraus zieht. Gerade weil hier ein sehr populäres Thema aufgegriffen wurde, und anhand der bisherigen Reaktionen eine mehrheitliche Empörung offensichtlich ist, kann der Schaden dementsprechend weitreichend sein.

      Übrigens werde auch ich im Falle einer ausbleibenden Reaktion persönlich dazu beitragen, diesen Schaden zu forcieren – da will ich ehrlich sein. Wer sich meine Kritikpunkte einmal näher anschaut, der wird meine ethisch/moralische Verpflichtung dazu auch nachvollziehen können.

      Zusammenfassend hier nochmal mein Vorwurf:

      Herr Ernst differenziert weder zwischen Verschwörungsideologie und Verschschwörungshypothese noch zwischen den verschiedenen Theorien. Eine kritische Frage, die man irgendeiner Verschwörungstheorie zuordnen kann, macht aus dem Fragesteller sehr leicht einen Verschwörungstheoretiker.
      Als Beispiel:
      Eine Person stellt die Souveränität Deutschlands infrage, weil die Bevölkerung vollumfänglich durch US-Amerikanische Geheimdienste überwacht wird und auch gegen die Beschlüsse des deutschen Parlaments Nuklearwaffen der US-Amerikaner auf deutschem Boden stationiert bzw. modernisiert werden. Die demokratische Grundordnung scheint hier außer Kraft gesetzt zu sein und jeder Bürger hat sogar die Pflicht, diesem Treiben kritisch gegenüber zu stehen und nachzufragen.
      Wer nun jedoch nicht differenziert, der sieht leicht einen Reichsbürger im Fragesteller, da diese Leute ja ebenfalls immer die Souveränität Deutschlands infrage stellen.

      Ein solches Szenario lässt sich täglich mehrmals in z.B. FB-Diskussionen beobachten, wobei der Fragesteller meistens sofort angegriffen wird und in Erklärungsnöte gerät.
      Interessanterweise haben die Angreifer, und dies kann ich durch hundertfaches persönliches Eingreifen und Nachfragen als Fakt einordnen, meistens nur einen winzigen Einblick in die Verschwörungtheorie, die sie dem Fragesteller unterstellen. Oftmals suchen sie nur nach einer Gelegenheit, jemanden zu verunglimpfen und öffentlich lächerlich zu machen. Es ist also eine ganz fürchterliche Mobbingkultur dabei entstanden, die auch teilweise in dem Beitrag von Herrn Ernst wiederzufinden ist.

      Nachdem Herr Ernst nun sowohl alle V-Theorien als auch alle V-Theoretiker pauschal zusammengefasst hat, stigmatisiert er die Anhänger und bringt sie mit ausschließlich negativen Eigenschaften in Verbindung. Und als ob Pauschalisierung und Verächtlichmachung nicht schon unwissenschaftlich genug wären, führt Herr Ernst die Verfehlungen dieser Personengruppe auf den Charakter der Mitglieder zurück und erfindet auf diese Weise den Wesenszug „verschwörungstheoretisches Denken“. Verschwörungstheoretiker haben demnach eine bestimmte charakterliche Prägung, die sie von ’normalen‘ Menschen unterscheidet. Darüber hinaus sind sie auch noch gefährlich, da Herr Ernst den Rassismus der Pegida-Anhänger und den Antisemitismus der Holocaustleugner in sein Pauschalurteil über Verschwörungstheoretiker einfließen ließ.

      Beim besten Willen, Frau Langholz, wer bei seinen Überlegungen auf solch wirre Gedanken kommt, der sollte sie für sich behalten. Wer diesen Leuten jedoch eine öffentliche Plattform bietet, der hat auch die Konsequenzen zu tragen, vor denen ich lediglich vorgewarnt habe. Und glauben sie mir, meine Formulierungen sind an dieser Stelle noch harmlos.

  • Franziska Langholz
    29. Nov 2015 - 6:55 Reply

    Ach, Entschuldigung, ich meine natürlich Prof. Gerald Hüther.

    F.L.

  • Franziska Langholz
    1. Dez 2015 - 5:13 Reply

    Guten morgen, liebe Redaktion.

    Können Sie mir ein Buch zu dem Thema: „Gelassenheit“ empfehlen?
    Ich glaube, die wunderbare Fähigkeit, gerade über brisante Themen, mit einer großen Portion Gelassenheit nachzudenken, ist wertvoll.
    So gelingt es leichter, sich an die „Goldenen Regeln“ der zwischenmenschlichen Kommunikation zu halten, wenn es um Themen geht, die mit besonderem Einfühlungsvermögen behandelt werden müssen.
    Wie viel unnötige Arbeit entsteht, wenn das nicht passiert, … erleben Sie jetzt vielleicht?
    Durch meine provokanten Zeilen, wollte ich diesen Prozess noch verdeutlichen…
    Falls Herr Ernst seinen Artikel tatsächlich ernst gemeint hat,
    freu ich mich, das das bei Ihnen passiert ist und nicht in der Bunten.
    In einem solch professionellen Team, wie dem Ihren, sind beide ja gut aufgehoben – der Artikel und Herr Ernst.
    Ich wünsche Ihnen weiterhin viel Inspiration,
    Franziska Langholz.

    P.S.: Sollten Sie für die Lösungsfindendungen doch noch Unterstützung brauchen,
    wissen Sie ja, an wen Sie sich vertrauensvoll wenden können.: An Beta – Männchen und Zett.el.

  • Dr. Lothar Jahn
    2. Dez 2015 - 13:00 Reply

    Ich frage mich, warum gerade in den letzten Jahren sich diese Verschwörungstheorien derartig verbreiten, warum immer mehr Menschen sich darauf einlassen, wider alle Vernunft das krudeste Zeug zu glauben. Ein neuer Irrationalismus macht sich breit, vereinigt Demokratiefeinde von ganz links über die Mitte der Gesellschaft bis hin nach rechts außen, wo er schon immer zuhause war. Fast als würde in Zeiten, wo viel mehr als früher die Möglichkeit besteht, sich über viele Themen umfassend zu informieren, dieses Angebot bewusst ausgeschlagen zugunsten der einfachsten und dämlichsten Antwort.Leider kann auch der Artikel nicht erklären, wo die Wurzeln dieses Zeitgeistes liegen.

  • Rocko
    2. Mrz 2016 - 17:51 Reply

    Gerade im Zeitalter des Internets ist es für solche Menschen noch „einfacher“ ist ihre Theorien zu bestätigen. Was auch das Stichwort ist. Bestätigungsfehler! Das interessante daran ist, das viele durchaus in der Lage wären wissenschaftlich zu arbeiten. Wenn ich zum Beispiel eine These bestätigen will, versuche ich sie zu widerlegen. Aber das hilft natürlich nichts wenn man an etwas bestimmtes glauben will. Und nun findet man im Internet immer Bestätigung, egal in welcher Richtung. Das führt dann neben der einseitigen Recherche zur Selektiven Wahrnehmung.
    Ich frage mich bei so manchen Personen, bei denen ich mir denke, die sollten es besser wissen, WARUM?
    Evtl. ist es ähnlich wie bei jedem anderen Glaube oder Religion. Man sucht eine Identität. Man will Anhänger einer Ideologie, oder Gruppe sein… was auch immer.
    Oft sind es ja doch Menschen die generell einfach kein geregeltes Leben haben. So haben sie dann auch erst die Zeit, ein 5 Stunden Youtubeviedeo über die Deutschland GmbH anzuschauen.

  • Schuldig im Sinne der Verantwortung |
    5. Sep 2016 - 1:10 Reply

    […] man keine Wahl (!) gehabt hätte. Sind diese Leute also Opfer der Verhältnisse oder ihrer eigenen Dummheit? Das unzensierte Wahrheitsmedium hentschblog hält nicht besonders viel von Soziologismus. Jeder […]

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