Go to Top

Dezember 2014

Viele Grüße!

Aahh, eine weitere Weihnachtskartensaison geschafft, wird jetzt sicher mancher in deutschen Landen denken. Mal abgesehen von ein paar Geburtstagsgrüßen ist jetzt wieder für ein Jahr Ruhe. In den USA dagegen haben Karten immer Saison. In jedem Supermarkt, Warenhaus und Drugstore findet man Gang neben Gang an greeting cards, oft Hunderte verschiedene Arten und Variationen. Allein die Geburtstagssektion lässt Staunen. Für jede mögliche Beziehung gibt es spezielle Produkte: für die Mutter …Weiter lesen

Vom Himmel hoch und heilig

“Hoch und heilig” schwören wir gerne, wenn wir etwas bekräftigen wollen. Nun nehmen auf den Jahreswechsel hin zumindest gute Vorsätze geradezu inflationär zu. Und obwohl wir wissen, wie schlecht es um die Erfüllung guter Vorsätze steht, tun wir es jedes Jahr wieder: Im neuen Jahr rauche ich weniger! Ganz bestimmt! Aber da unser Unbewusstes kein NEIN versteht, was wenig bekannt scheint, darf sich die Zigarettenindustrie freuen – dieser Raucher bleibt …Weiter lesen

Eine Katze als Antidepressivum?

Kızıl, ausgesprochen mit stummem i und weichem s (auf Türkisch: Rotschopf), wurde mir auf einem Parkplatz in Berlin-Mitte in einem Karton übergeben mit den Worten: „Sie ist die kleinste und die pfiffigste aus dem Wurf.“ Es war Christopher Street Day in Berlin, weswegen wir große Umwege fahren mussten, um nach Hause zu kommen. Der Himmel hatte seine Schleusen geöffnet, es blitzte und donnerte zugleich. In die obere Kante des Kartons …Weiter lesen

Ballast abwerfen und Lebensereignisse unaufgeregt quittieren

Das Jugendwort des Jahres 2014 ist identifiziert worden. Es lautet: Läuft bei dir. Man kann es jetzt nachlesen im Taschenwörterbuch 100 Prozent Jugendsprache 2015 des Langenscheidt-Verlages. Jugendsprache zu erforschen und zu systematisieren ist für den Versuch, die jungen Generationen zu verstehen, ein enorm verdienstvolles Projekt. Wobei mir das Wort Jugendsprache quer liegt wie eine Gräte im Mund: bei der Vokabel Jugend höre ich die negativen Konnotationen immer mit. Jugend kenne …Weiter lesen

Über die Notwendigkeit von emotionalem Protest

Bei grundlegenden Entscheidungen brauchen wir neben rationalen auch emotionale Debatten. Unser Bauchgefühl hat ohnehin längst entschieden, bevor unser Kopf die Argumente sorgfältig abgewogen hat. Die Kunst bietet andere Mittel zum emotionalen Aufrütteln als ein Tatsachenbericht. Und kann so über andere Wege die Gesellschaft beeinflussen, als es beispielsweise politische Debatten vermögen. Kein Wunder also, dass Philipp Ruch, künstlerischer Leiter des Zentrums für Politische Schönheit, Kunst und Theater als fünfte Gewalt im …Weiter lesen